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Empfang in historischen Räumen PDF Drucken

Schützen aus Himmighausen besuchen 1. Botschaftssekretär der russischen Föderation

HSV-Berlin small-FG

Himmighausen. Im August 2011 errichtete der Heimatschutzverein (HSV) Himmighausen ein Denkmal für russische Kriegsgefangene, die während des Zweiten Weltkriegs als Zwangsarbeiter der Deutschen Reichsbahn in Himmighausen ihr Leben verloren. Bei der Einweihung hinterließ der 1. Sekretär und Leiter des Büros für Kriegsgräberfürsorge und Gedenkarbeit der Botschaft der Russischen Föderation, Wladimir Kukin, mit seiner großen Versöhnungsrede einen bleibenden Eindruck. Kürzlich folgten Vorstandsmitglieder des HSV der damals ausgesprochenen Gegeneinladung und besuchten ihn in seinen Berliner Geschäftsräumen.

"Es war für uns alle ein beeindruckendes Erlebnis", sagt Alfons Lange, wenn er von dem Treffen in Berlin berichtet. Denn, wie schon bei seinem Besuch in Himmighausen, sei der Botschaftssekretär den Deutschen mit großer Herzlichkeit begegnet. "Eine solche Gastfreundschaft hatten wir nicht erwartet", pflichtet Thomas Müther dem 1. Vorsitzenden des HSV bei. Und für Franz Brakhane war die privat organisierte Fahrt der Vorstandsmitglieder die Bestätigung dafür, dass es keine "angeborene" Feindschaft zwischen Russen und Deutschen gibt.


"Wir haben uns bei dem einstündigen Aufenthalt in der russischen Botschaft wieder daran erinnert, was Wladimir Kukin bei seiner Ansprache in Himmighausen meinte, als er sagte, wir wollen uns über den Gräbern der Gefallenen die Hände zur Versöhnung reichen", berichtet Alfons Lange. Nicht zuletzt deshalb hat er den 1. Botschaftssekretär für das kommende Jahr nach Himmighausen eingeladen. Dort wird Wladimir Kukin am 150. Jubiläum des HSV teilnehmen und bei der Weihe der neuen Fahne die Festrede halten.

Laut Alfons Lange ist der HSV Himmighausen sehr glücklich über die Zusage des hohen Diplomaten, denn Wladimir Kukin habe geäußert, dass er bei seinem Besuch im August 2011 sowie der damit verbundenen würdigen Gedenkfeier einen sehr angenehmen Eindruck von der Ortschaft und ihren Bewohnern mitgenommen habe.

Nachhaltig beeindruckt waren aber auch die Berlin-Reisenden. "Wir wurden in historischen Räumen empfangen, in denen vor uns schon Willy Brandt, Leonid Breschnew, Michail Gorbats

chow und Erich Honecker gesessen haben", berichtet Franz Brakhane.

Politische Themen hat man Thomas Müther zufolge von beiden Seiten vermieden. "Lediglich die Ereignisse auf der Krim kamen kurz zur Sprache", sagt er. Aber auch hier habe sich der Botschaftsangehörige als echter Diplomat gezeigt. Ohne Einfluss nehmen zu wollen und ohne jegliches Pathos habe er geäußert, die Deutschen möchten bitte bei der Berichterstattung über die Vorgänge in der Ukraine genau hinschauen und hinhören, denn aus seiner Sicht seien die von den westlichen Medien verbreiteten Nachrichten "unobjektiv." Die Krim sei seiner Meinung nach von der Regierung in Kiew jahrzehntelang vernachlässigt worden.

Dem derzeit von allen Medien nachgefragten russischen Botschafter Wladimir M. Grinin begegneten die Schützen aus Himmighausen auf dem Flur. "Er war sehr in Eile, aber er hat uns freundlich zugewinkt", erzählt Franz Brakhane, während ihm einfällt, dass er bei dem "sehr offen und ehrlich" geführten Gespräch mit Wladimir Kukin ab und an eine Gänsehaut verspürte.

Nach diesem Besuch auf russischem Boden (das Botschaftsgebäude ist auf der Erde gebaut, die aus Russland angefahren worden war) sind die Berlin-Reisenden aus Himmighausen einmal mehr der Überzeugung, dass der größte Teil des russischen Volkes den Deutschen ihre im Zweiten Weltkrieg verübten Gräueltaten verziehen hat. Sie glauben es auch deshalb, weil Wladimir Kukin es betonte und bei seiner Ansprache in Himmighausen gesagt hatte: "Der Soldat hat mit dem Tod seine Sünden gesühnt." (Quelle: nw-news, JOSEF KÖHNE)

>> Fotogalerie <<                                      Zusätzlicher Bericht im Steinheimer-Blickpunkt Seite 16.

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